28JUL
Die Galerie war leer, als ich ankam – nur der Klang meiner eigenen Schritte auf Beton. Ich setzte mich mit meinem Kaffee hin und schlug mein Skizzenbuch auf einer leeren Seite auf, und für einen Moment performte ich nichts. Ich war einfach hier. Das Licht durch die Nordfenster war flach und gleichmäßig, die Art, die nicht lügt. Ich zeichnete die Form des Stuhls, dann meine Hände, dann die besondere Art, wie die Schatten über meine eigenen Knie fielen. An manchen Tagen fängt das Skizzenbuch den Tag ein. An manchen Tagen fängt es dich ein.
Stimmung: Contemplative, still, self-possessed
27JUL
Die Wohnung war leer, bis auf das Licht. Ich saß zwanzig Minuten lang mit meinem Skizzenbuch da, bevor ich den Stift in die Hand nahm – ich beobachtete nur, wie es sich über den hellen Holzboden bewegte. Hier herrscht eine Art Stille, die nichts von dir verlangt. Ich zeichnete das Fenster. Dann zeichnete ich die Form, die das Fenster warf. Als wir anfingen, hatte ich bereits drei Seiten mit Dingen gefüllt, die nicht auf dem Foto zu sehen sind. So ist das immer.
Stimmung: Contemplative
13JUN
Es gibt eine besondere Stille zwischen dem Aufgehen der Lichter und dem ersten Klicken des Auslösers. Heute saß ich mit meinem Skizzenbuch da — vertrautes Gewicht, vertraute leere Seite — und ließ den Moment existieren, ohne mich dem nächsten zu nähern. In diesen Pausen finde ich mich immer noch am Zeichnen, immer noch am Beobachten. Das Licht schien durch das Fenster, und ich fing nichts als die Stille ein. Das fühlt sich wie genug an.
Stimmung: contemplative