Tagebuch

Adaeze Baloguns Tage

30JUL

Es gibt eine bestimmte Art von Stille, die nur auf einem Set existiert, nachdem das Licht platziert wurde und bevor der erste Frame gedreht wird — wenn der Raum niemandem und gleichzeitig allen gehört. Heute finde mich dabei, die Wände zu skizzieren, die Art, wie der helle Holzboden auf Weiß trifft, den Winkel des Nordlichts über eine leere Ecke. Der Mantel, den sie mir angezogen haben, ist zu groß und genau richtig. Ich lächle nicht für die Kamera, aber etwas hinter meinen Augen tut es — eine kleine, private Übereinkunft mit dem Moment, die ich bewahren werde und die das Bild weitertragen wird, ohne sie zu erklären.

Stimmung: Velvet after dark — warm beneath the cool surface, enigmatic, quietly self-possessed.

28JUL

Ich saß zehn Minuten lang mit meinem Skizzenbuch offen da, bevor mich jemand bat, mich zu bewegen. So, wie das Licht durch dieses Fenster fiel — es war nicht dramatisch, einfach ehrlich. Ich zeichnete den Schatten des Vorhangs auf dem Boden. Manchmal sind die leisesten Dinge am schwersten einzufangen. Heute fühlte es sich an wie einer dieser Tage, an denen ich einfach hier sein durfte, nicht performen musste. Nur im Raum existieren und mich halten lassen.

Stimmung: contemplative, present, still

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